Spendenprojekt mit großem Erfolg abgeschlossen

Unsere Kenia-Gruppe konnte dieses Jahr nicht nach Kenia fliegen. Trotzdem wollte man den Kontakt nicht abreißen lassen und hat ein Spendenprojekt für einen unserer Projektpartner vor Ort, das kirchliche Krankenhaus in Mukumu, ins Leben gerufen.
Die Spenden sind angekommen und haben großes bewirkt.
Alle Informationen zum Projekt finden sich auf dieser Seite.


„Besonderes Zeichen der Solidarität“

Katholische Jugendgruppe organisiert Spendenaktion für ein Krankenhaus in Kenia

Es hätte das Highlight des Jahres werden können: Zehn Jugendliche und junge Erwachsene hätten in diesen Sommerferien mit Pastoralassistent Michael Michels nach Kenia zu einer dreiwöchigen Lern- & Begegnungsreise aufbrechen sollen. Michels, der schon lange privat Kontakte nach Kenia pflegt, hat die Begegnung gemeinsam mit dem Generalvikar der kenianischen Diözese Kakamega vorbereitet. Corona hat dieser Reise – wie so vielem in diesem Sommer – einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Kenia wird – wie so viele Entwicklungsländer dieser Welt – gleich doppelt durch die Corona-Pandemie getroffen. Die gesundheitliche Bedrohung, die einem Land mit einem nur sehr schwach ausgebauten Gesundheitssystem, mangelhaften hygienischen Bedingungen und einer hohen Bevölkerungsdichte besonders in den Armenvierteln besonders zusetzt, geht einher mit den existenzgefährdenden Auswirkungen der Maßnahmen gegen das Virus. Ausgangsbeschränkungen wurden in Kenia schon früh und massiv verhängt. Einem Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung kein geregeltes Einkommen hat, sondern eher als „Tagelöhner“ lebt und arbeitet, tun die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus extrem weh.

Auch deswegen hat sich die Gruppe, die eigentlich nach Kenia geflogen wäre, dazu entschieden ein Spendenprojekt auf die Beine zu stellen.   

Das kirchliche Krankenhaus in Mukumu wird vom Projektpartner, der Diözese Kakamega, betrieben und achtet – im Gegensatz zu einigen privaten Gesundheitsanbietern in der Region – streng darauf, dass auch mittellose Menschen eine Behandlung erhalten können. Dazu muss man wissen, dass es das Konzept der Krankenversicherung in Kenia kaum vorhanden und es üblich ist, alle seine Behandlungen selbst und bar vor Ort zu bezahlen.

Für das angesprochene Krankenhaus hat die Gruppe den Gewinn einer Veranstaltung und eigene Spenden gespendet sowie einen Spendenaufruf per Video gestartet, der sehr gut angenommen wurde. 895 Euro sind für das Krankenhaus zusammengekommen. Eine Hälfte der Spenden wird genutzt um weiterhin mittellosen Kenianern, besonders in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation, Behandlungen zu ermöglichen. Mit der anderen Hälfte wird die Infrastruktur des Krankenhauses verbessert. Eine neue Wartebank (siehe Bild) ist schon angeschafft, ebenerdige Wege werden betoniert, Desinfektionsmittelspender und die medizinische Grundausrüstung wie Masken, Verbandszeug, Medikamente etc. werden aufgestockt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser schwierigen Zeit ein Zeichen der Solidarität setzen und unsere Projektpartner in Kenia konkret unterstützen konnten,“ sagt Michael Michels stellvertretend für die Gruppe.

Und auch in Kenia ist man sehr glücklich. Der Bischof der Diözese, Joseph Obanye, bedankte sich persönlich per WhatsApp-Nachricht sehr herzlich und sieht in der Aktion der Gruppe ein zutiefst christliches Zeugnis, ein „besonderes Zeichen der Solidarität, über alle Grenzen hinweg.“ 

Rückblick

Motivationsvideo der Gruppe

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