Song mit Sinn - Bosse: Der letzte Tanz

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Songtext

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Jahre ziehen vorbei, Kindheit geht vorbei

Freunde werden alt, zwei Promille, Abiball

Longdrinks gehen leer, Kopf wird voller

Alte Liebe wird schwer, yeah, yeah

Und man weiß immer erst beim Abschied, was es ei'm bedeutet

Und wie schön es eigentlich war

Und nix ist immer, für immer

Für immer

Also tanz, als wär's der letzte Tanz

Als wär's der letzte Tanz, uh-uh-uh

Also küss, als wär's der letzte Kuss

Als wär's der letzte Kuss, uh-uh-uh

Nix ist für immer, nix ist für immer

Einfach alles ist nur einmal

Also tanz, als wär's der letzte

Der letzte, der letzte Tanz

David Bowie, Amy Winehouse, auch das Beste geht vorbei

Du und ich, wie im Traum, ich will, dass es ewig bleibt

Erst, dann der Kater, alles hat seine Zeit

Ferienende, Koffer packen, dabei denken, „Oh nein!“

Nichts ist für immer, alles Einwegmomente

Du weißt nie, was morgen kommt

Nix ist immer, für immer

Für immer

Also tanz, als wär's der letzte Tanz

Als wär's der letzte Tanz, uh-uh-uh

Also küss, als wär's der letzte Kuss

Als wär's der letzte Kuss, uh-uh-uh

Nix ist für immer, nix ist für immer

Einfach alles ist nur einmal

Also tanz, als wär's der letzte

Der letzte, der letzte Tanz

Warum merkt man immer erst beim Abschied

Was es uns bedeutet?

Warum merkt man immer erst beim Winken

Wie schön es war?

Warum merkt man immer erst beim Abschied

Was es uns bedeutet?

Warum merkt man immer erst beim Winken

Wie schön es war?

Also tanz, als wär's der letzte Tanz

Als wär's der letzte Tanz, uh-uh-uh

Also küss, als wär's der letzte Kuss

Als wär's der letzte Kuss, uh-uh-uh

Nix ist für immer, nix ist für immer

Einfach alles ist nur einmal

Also tanz, als wär's der letzte

Der letzte, der letzte Tanz

Gedanken zum Song

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“Warum merkt man immer erst beim Abschied, was es uns bedeutet? Warum merkt man immer erst beim Winken, wie schön es war?” 

Eine ähnliche Frage hat mir eine Frau gestellt, als ich am 01. November bei einer Gräbersegnung am Grab ihres Mannes stehen geblieben bin. Sie hätten ziemlich nebeneinander her gelebt, kaum noch intensiv miteinander gesprochen, eher nur noch als Ehepaar, als Eltern und Großeltern funktioniert, so erzählte mir die Frau. Aber dann - plötzlich und überraschend - ist der Mann gestorben. Und auf einmal spürte sie in sich, nachdem die erste große Trauer vergangen war, eine tiefe Reue. “Warum haben wir nicht öfter mal noch etwas Schönes gemacht? Warum haben wir uns nicht mehr Zeit füreinander und unsere Bedürfnisse genommen? Warum haben wir unser Leben so oft vor sich hin schleifen lassen?” Diese Fragen quälten und quälen die Frau bis heute.

Als ich von der Gräbersegnung nach Hause gefahren bin, musste ich noch sehr intensiv über dieses Gespräch nachdenken. Irgendwann kommt wohl für jeden Menschen der Tag, an dem es zu spät ist. Ja, irgendwann kommt wohl für jeden Menschen der Tag, an dem man nichts mehr ändern kann, an dem Dinge zementiert und abgeschlossen werden, sowohl im Kleinen durch Abschiede als auch im ganz Großen durch den Tod.

Und verrückterweise - und das ist jetzt nicht irgendein konstruiertes Zeug für diesen Text - es war tatsächlich so: Kurz bevor ich mit dem Auto an meiner Wohnung angekommen bin, kam die neue Single von Bosse: “Der letzte Tanz” im Radio.

Was eine schöne und ermutigende Aufforderung das Leben zu leben, die Perspektive auf Abschied und Tod ernst zu nehmen, aber davor nicht zu erzittern! Ich muss sagen: Nach dem Song ging es mir irgendwie besser. Dir auch?

Religiöses zum Thema

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Theologin Maria Meesters mit einem Impuls über den von den Nazis hingerichteten Pater Alfred Delp

„Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.“ Dieser Satz stammt von dem Jesuitenpater Alfred Delp, der am 2.Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde. Laßt uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt. Delp hat das geschrieben, als er äußerlich total verlassen war: im Gefängnis, an den Händen gefesselt, mit 37 Jahren den Tod vor Augen. Woher kam diese Kraft, dieses Vertrauen? Beides ist wohl im Lauf seines Lebens gewachsen. Delp wurde 1907 in Mannheim geboren, offenbar ein Kind mit einem starken Willen. Er war katholisch, dachte aber in manchem auch durchaus protestantisch. Besonders beschäftigten ihn die soziale Frage und die zeitgenössische Philosophie. Und die Beziehung der Menschen zu Gott. Er arbeitete unter anderem als Erzieher und in der Männer- und Arbeiterseelsorge. „Man wird uns (Christen) die Botschaft vom Heile nicht glauben, wenn wir nicht alles tun für die Heilung des gegenwärtigen Lebens!“ sagte er. Aus diesem Grund engagierte er sich auch immer stärker politisch. Er würdigte durchaus den nationalen Gedanken und nahm ihn in seine politischen Zukunftsvorstellungen auf. Aber er pochte darauf, dass ein Volk nie den „menschheitlichen Zusammenhang“ sprengen dürfe. Es gebe nicht nur den Anspruch des Volksganzen, sondern individuelle Menschenrechte. 
Delp denkt nach, und er handelt auch, versteckt zum Beispiel verfolgte Juden. Und er schließt sich in Berlin dem Kreisauer Kreis um Graf von Moltke an. Hier entwirft er künftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Konturen für Deutschland. Der Kreisauer Kreis wollte für die Zeit nach dem ersehnten Kriegsende bereits eine staatliche Ordnung vorbereiten.
Im Juli 1944 wird Delp verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt. Bis jetzt hat er gehandelt und gearbeitet und war dabei getragen und motiviert vom Glauben an die Zuwendung Gottes. Und auf diese Zuwendung Gottes, die ihn sein Leben lang aktiv gemacht hat, konnte er wohl auch im Gefängnis vertrauen, als seine Hände buchstäblich gebunden sind und der Tod vor Augen steht. Das bewundere ich: wenn Vertrauen, welches Motor des Handelns war, seine Kraft auch zeigt in der Zeit der Ohnmacht und ein Mensch auch dann sagen kann: "Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.“ 

"Der letzte Tanz" gibt es übrigens auch in einer tollen akustischen Version

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